Samstag, 21. April 2018

 Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst: 112

Historie

Die ersten Feuerwehrtechnischen Maßnahmen in Oberschledorn reichen weit zurück. Denn am 17. Mai 1890 wurde unsere Ortschaft von einem folgenschweren Brandunglück heimgesucht. 18 Wohnhäuser, 13 Scheunen und Viehställe mit allen Vorräten und Einrichtungen, sowie die Kapelle fielen dem Feuer zum Opfer. Nur Monstranz und zwei wertvolle Heiligenfiguren, St. Antonius und St. Agatha, wurden gerettet. 3 Personen wurden schwer verletzt. 21 Familien mit 129 Personen der 364 Einwohner wurden Obdachlos. Die Gebäude (Fachwerk mit Strohdächer) waren nur gering versichert. Eine Mobiliarversicherung bestand nicht. Aber wie kam es zu diesem folgeschweren Unglück. In der unteren Dorfmitte spielte ein Kind in der Viehküche eines Gehöftes mit Holzspähen. Im "Mantelpott" kochten Schweinekartoffeln. Die Herdklappe war höchst fahrlässig nicht verschlossen worden. Durch die Öffnung sprühte das Feuer glühende Fünkchen aus. Sie entzündeten die Holzspähen. Im Nu brannte die Viehküche. Das Feuer erfasste das Fachwerk und griff dann auf das trockene Strohdach über. Noch ehe die Leute das Unglück begriffen, brannten die umliegenden Gebäude.

Die Löschgruppe Oberschledorn wurde im Mai 1924 gegründet - ein genaueres Datum liegt zur Zeit nicht vor.

Langjähriger Brandmeister war Josef Genster. Als dieser 1955 aus Altersgründen abdankte, übernahm Hubert Becker (Müels) das Amt des Wehrführers und Brandmeisters. Ihm stand Johann Rabe (Goschkes) als Übungsleiter und stellv. Wehrführer zur Seite. Sechs Jahre später erhielt die Wehr eine neue Tragkraftspritze, die in Verbindung mit dem Erntedankfest geweiht wurde.

Am 13. Juli 1962 wurde während des Amtsfeuerwehrtages die neue Standarte eingeweiht. Sie trägt auf einer Seite das Symbol der Schutzpatronin St. Agatha. Zu den Höhepunkten in der Geschichte zählt unter anderem der Bau des Feuerwehrgerätehauses, das nach seiner Fertigstellung am 01.05.1965 kirchlich eingeweiht wurde. Im gleichen Jahr bekam die Löschgruppe ihr erstes motorisiertes Feuerwehrfahrzeug, einen VW Bus, indem die Tragkraftspritze und die Ausrüstung untergebracht wurde. In diesen Jahren nahm die Wehr an mehreren Schnelligkeitsübungen teil und belegte immer vordere Plätze. 

Nachdem Gebietsänderungsvertrag vom 16.11.1967 gehört die Gemeinde Oberschledorn zur "Großgemeinde Medebach". Seit diesem Zeitpunkt gehört die Freiwillige Feuerwehr Oberschledorn der Feuerwehr der Stadt Medebach an. Sie nennt sich nun Löschgruppe Oberschledorn.

Anfang der 70er machten sich Nachwuchssorgen bemerkbar. Um diesen entgegen zu wirken wurde 1972 eine Jugendfeuerwehr gegründet, die 1997 auf ihr 25-jähriges bestehen zurückblicken konnte.

Als Brandmeister Hubert Becker aus beruflichen Gründen nach 21-jähriger Brandmeistertätigkeit abdankte, übernahm Brandmeister Willi Aufmhof (Küls) die Löschgruppe Oberschledorn. Er übte sein Amt 8 Jahre aus und übergab es 1984 an Ferdi Hellwig (Braukes).

Als im Jahre 1990 das alte Feuerwehrfahrzeug abgezogen wurde, bekam die Löschgruppe Oberschledorn ein neues Fahrzeug das am 17. März 1990 übergeben und eingeweiht wurde. Aus rechtlichen Gründen gründete die Freiwillige Feuerwehr und Löschgruppe Oberschledorn einen "Förderverein", der den Namen "Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Oberschledorn" trägt. Der Verein übernahm die Geschäfte der Freiwilligen Feuerwehr und Löschgruppe Oberschledorn. Er dient der Förderung des Feuer- und Zivilschutzes; des weiteren fördert er das Löschwesen, wirbt für den Brandschutz, fördert die Jugendarbeit und pflegt die Tradition und Kameradschaft. Der Förderverein wird zur Zeit von Oberbrandmeister und Löschgruppenführer Ferdi Hellwig geleitet. Ihm gehören 35 Fördermitglieder und 25 aktive der Einsatzabteilung an. Der Verein arbeitet nach dem Motto: 

"Gott zur Ehr -

dem nächsten zur Wehr"

Die Freiwillige Oberschledorn hat neben ihrer Tätigkeit als Löschgruppe, besonders nach 1945 zahlreiche Aufgaben in der Gemeinde übernommen. So errichtete sie 1965 an der Hardt ein großes Holzkreuz, das zur Osterzeit zuerst mit Pechfackeln, heute mit Glühbirnen beleuchtet wird und Zeugnis von der Auferstehung Christi ablegt. Seit 1945 fühlt sich die Wehr verantwortlich für die Errichtung und für das Abbrennen des zur Tradition gewordenen Osterfeuers.

Im Herbst eines jeden Jahres veranstaltet die Feuerwehr das traditionelle Kartoffelbraten, das früher am Eichenwäldchen stattfand, heute am Feuerwehrgerätehaus durchgeführt wird und sich durch Kinderbelustigungen und Wasserspiele allgemeiner Beliebtheit erfreut. Hilfe und Unterstützung findet die St. Antonius Schützenbruderschaft durch die Löschgruppe bei ihrer jährlichen Abendwanderung.

Nach der Renovierung des Gerätehauses im Jahr 2011 bekam die Löschgruppe im gleichen Jahr ein neues Feuerwehrfahrzeug Typ HLF 10/6 seitens der Hansestadt Medebach übergeben.

Aufgrund des 90- jährigen Jubiläum fand der Stadtfeuerwehrtag, der Stadt Medebach in Oberschledorn statt. Nach einer kurzen Dienstbesprechung der Brandmeister und des Rates der Hansestadt Medebach, begann der Stadtfeuerwehrtag um 16:30 Uhr mit dem Empfang der Löschzüge, Löschgruppen und Ehrengäste an der Schützenhalle an Oberschledorn, in der es auch eine große Fahrzeugausstellung alter und neuer Feuerwehrfahrzeuge gab. Von dort startete um 17:30 Uhr ein großer Festzug mit allen städtischen und benachbarten Löschzügen, Löschgruppen, Ehrengästen, dem Musikverein Oberschledorn, sowie dem Spielmannszug Blau Weiß Oberschledorn Richtung Ehrenmal. Danach ging es zurück in die Schützenhalle. Hier stehen als erstes die Begrüßung, sowie Ansprachen der Ehrengäste, Vertreter der geladenen Vereine und Wehren an. Um 20 Uhr begann der große Feuerwehrball mit Musik und Tanz.

Im Oktober 2016 wurde durch Kameraden der Löschgruppe der Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses am alten Bahndamm neu gepflastert.

Da der alte Gerätewagen in die Jahre gekommen war, bekamen wir das alte TSF der Löschgruppe Düdinghausen als neuen Gerätewagen in unseren Fahrzeugbestand. Somit verfügen wir weiterhing über zwei Einsatzfahrzeuge an unserem Standort.


 

 

 

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Folgende Fahrzeuge sind zur Zeit bei uns im aktiven Einsatzdienst:

 

HLF 10/6 - Hilfeleistungslöschfahrzeug 10/6

      

Funkrufname Florian Medebach 2 - HLF 10 - 1

Das HLF wurde im August 2011 seitens der Stadt Medebach angeschafft und in unserer Löschgruppe stationiert.

Seine Ausrüstung umfasst einen Wassertank von 1000 Litern Inhalt, sowie einen Vorrat von 120 Liter Schaummittel. Im Fahrzeugheck befindet sich eine Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Förderleistung von mindestens 1000L/min. Wasser bei einem Ausgangsdruck von 10 bar. Weiterhin führt es eine vierteilige Steckleiter und die übliche Beladung zur Brandbekämpfung und Menschenrettung mit. Hinzu kommt noch eine umfangreiche Ausrüstung zur technischen Hilfeleistung, zu der unter anderem ein Rettungsspreizer, eine Rettungsschere, ein Stromerzeuger, umfangreiche Beleuchtungsgeräte sowie eine Motorsäge gehören.

 

 

 

GW     Gerätewagen

 

Funkrufname Florian Medebach 2 - GW/L  1 – 1

Das ehemalige TSF ist seit April 2017 bei uns als Gerätewagen(als Ersatz für den vom Förderverein angeschafft und ausgestatteten VW T4) stationiert. Ausgerüstet mit Geräten für Einsätze im Rahmen der Technischen Hilfe kleineren und mittleren Umfangs (z.B. Verkehrsunfälle, Sturmschäden und Ölunfälle ), sowie Absicherung-, Beleuchtungsgerät und Material zur Brandbekämpfung.

 

Folgende Fahrzeuge sind nicht mehr im aktiven Dienst in unserer Einsatzabteilung:

GW - Gerätewagen   

Auf ihm befanden sich alle Geräte für Einsätze im Rahmen der Technischen Hilfe kleineren, mittleren Umfangs (z.B. Verkehrsunfälle, Sturmschäden, Hochwasser/Wasserschäden und ÖLunfälle), sowie Absicherung- und Beleuchtungsgerät und Material zur Brandbekämpfung. Das Fahrzeug wurde ausschließlich aus Mitteln des Fördervereins, sowie Spenden angeschafft und ausgestattet. Der GW war bis 31.03.2017 im Dienst.


LF 16 TS          

Das Bundesfahrzeug wurde am 06.12.2008 von der Feuerwehr Medebach zu uns umgesetzt. Auf ihm befanden sich hauptsächlich Geräte zur Brandbekämpfung, eine Vorbaupumpe vom Typ 16/8, sowie eine tragbare Pumpe Typ 8/8. Ausserdem findet man auf diesen Fahrzeugen verschiedene Leitern, Atemschutzgeräte und Schaummittel. Auch gehört u.a. ein Stromerzeuger, Beleuchtungsgerät, Motorsäge und Geräte zur technischen Hilfeleistung kleineren Umfangs zur Ausrüstung. Das LF 16 TS wurde im August 2011 abgegeben.


 LF 8      

       

Das Löschgruppenfahrzeug 8 ist das jemals kleinste genormte Löschgruppenfahrzeug der deutschen Feuerwehren. Seine Standardbeladung war primär auf die Brandbekämpfung ausgerichtet und umfasste auch eine vierteilige Steckleiter. Unser LF8 war vom Baujahr 1981 und wurde am 06.12.2008 zur LG Deifeld umgesetzt.

2011 wurde es aus dem Dienst genommen und über die VEBEG veräussert.


TSF    

 

 

                                                                     

 

 

 

 

 

Unser altes TSF (Tragkraftspritzenfahrzeug) auf Ford Transit. Im Einsatz von 1990 bis 2003. Danach wurde es zur LG Berge umgesetzt


 LF 16


Das Löschgruppenfahrzeug war ein weit verbreitetes Standard-Löschfahrzeug der deutschen Wehren und wurde beerbt durch das LF 16/12. Das Fahrzeug konnte mit Straßen- oder Allradantrieb ausgeführt werden und hatte  eine zulässige Gesamtmasse von zuletzt 12 Tonnen. Seine Beladung war der Brandbekämpfung ausgelegt und umfasste u.a. eine vierteilige Steckleiter, eine dreiteilige Schiebeleiter und eine Klappleiter. Hinzu kam eine Zusatzbeladung zur technischen Hilfeleistung kleineren Umfangs.

Dieses Fahrzeug versah  in der Zeit von ca. 1972 - 1983 seinen Dienst bei uns. Es wurde noch von der (eigenständigen) Gemeinde Oberschledorn angeschafft. Bis zur Ausmusterung trug es auch noch den Schriftzug AMT KEPPEL an den Türen.

Dieses Foto wurde mit freundlicher Genehmigung von Axel Johanßen Gummersbach zur Verfügung gestellt.

 

 

 

Allgemein
Mitten in der Toskana des Sauerlandes liegtunser Standort rund fünf Kilometer nördlich von Medebach im Hochsauerlandkreis, wir befinden uns direkt an der Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen zu Hessen, auf ca. 480 Meter in einem Tal gelegen. In etwa 12 Kilometern liegt die hessische Kreisstadt. Zu den bekannten Wintersportorten Willingen (FIS Skispringen an der Mühlenkopfschanze) und Winterberg (Bob- und Rodelsport in der Veltins EisArena) sind es ungefähr 15 Kilometer. Weitere Erholungsziele in etwa 20 Kilometer entfernung sind der Diemel- und Edersee. Unser Ort ist landwirtschaftlich und industriell geprägt. Die Wilde AA fließt durch unseren Ort. Oberschledorn ist eine Gemeinde mit ca. 850 Einwohnern. Wir grenzen an folgende Nachbarorte: Düdinghausen und Referinghausen. Mit Nieder Schleidern grenzen wir an einen Ort der bereits im hessischen Bundesland gelegen ist.
Die Freiwilligen Feuerwehren gliedern sich wie folgt: Oberschledorn, Düdinghausen, Referinghausen, Küstelberg,  stellen den Brandschutz im sogenannten Löschzug Nord der Stadt Medebach sicher. Der Löschzug Süd besteht aus den Feuerwehren Medelon, Dreislar und Berge.Der Löschzug Medebach kompletiert die Feuerwehr der Stadt Medebach.

Geschichte
Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Oberschledorn im Jahr 1924. Mehr Information finden Sie Stichpunkthaltig in unserer Chronik oder ausführlich in der Historie

Mitglieder
Zurzeit haben wir 50 aktive Mitglieder

Einsätze
Im Jahr haben wir ca. 30-40 Einsätze. Unsere Einsätze gliedern sich auf in Bränden, technische Hilfeleistungen, Unwettereinsätzen  bis hin zu Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen im Bereich des Löschzug Nord
Alarmiert werden wir über die Kreisleitstelle des Hochsauerlandkreises in Meschede-Enste per Funkmeldeempfänger und bei Großschadenslagen oder Menschenleben in Gefahr zusätzlich über Sirene.

Quelle Landkreisfoto: www.gaa.hochsauerlandkreis.de

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